Theater der Klänge, © privat

Interkultur und Diversität

Förderprogramm für Projekte und Konzepte zu kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Diversität

Das Förderprogramm »Interkultur und Diversität« konzentriert sich auf die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft, unter Einbeziehung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und unter Berücksichtigung von Geflüchteten.

Gefördert werden Projekte und Diskurse sowie ab 2021 verstärkt Konzeptentwicklungen und Workshops, die sich künstlerisch dem produktiven und wechselseitig bereichernden Austausch von Menschen mit unterschiedlicher kultureller Orientierung widmen. Im Förderfokus Diversität stehen solche Projekte, die sich mit Fragen und Bedeutungen von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung sowie geistigen und körperlichen Fähigkeiten ebenso beschäftigen wie mit nationaler, ethnischer und sozialer Herkunft - und dabei vor allem die vielfältigen Leistungen, Erfahrungen und Potenziale erkennbar machen und fördern. Musikprojekte werden dagegen nicht berücksichtigt, da sie im Rahmen der »Musikkulturen« gefördert werden können.

Mit diesem Förderansatz werden unterschiedliche Aktivitäten der vergangenen Jahre fortgeführt und gemeinsam mit diversen Partnern weiterentwickelt. Hervorgegangen ist »Interkultur und Diversität« aus dem Programm »Refugee Citizen«, mit dem sich das NRW KULTURsekretariat seit Ende 2015 intensiv mit dem kulturellen Wandel in den Stadtgesellschaften befasst hat. Vier Tagungen, veranstaltet mit unterschiedlichen Partnern, beleuchteten das Thema mit verschiedenen Schwerpunkten.

Bereits 2016 hat das NRWKS gemeinsam mit weiteren Förderinstitutionen, Netzwerker:innen und Multiplikator:innen einen Runden Tisch Diversität eingerichtet, der seine Arbeit auch 2021 fortsetzt.

Ziel dieses Runden Tisches ist die gemeinsame strategische Arbeit für mehr Chancengleichheit und Teilhabe und weniger Diskriminierungen durch ethnische Zuschreibungen. Teilnehmende sind neben dem NRWKS alle Institutionen, die sich mit Landesmitteln der Förderung von Programmen und Projekten im Bereich Diversität widmen. Das regelmäßig tagende Gremium lädt einschlägige Institutionen und Initiativen zur Beteiligung am Diskurs ein.

Im Juni 2020 hat der Runde Tisch einen ersten Konsens »Für eine Kunst und Kulturlandschaft der Gesellschaft der Vielen!« veröffentlicht. Er wurde vor der weltweiten Verbreitung von Covid-19 entwickelt und verdeutlicht das gemeinsame Bestreben der kulturfördernden Institutionen und Initiativen in NRW, gerade in dieser Zeit Methoden zum Abbau von Diskriminierung zu entwickeln und Handlungsstrategien für eine Chancengleichheit in der Förderung stärker in den Blick zu nehmen. Die zentrale Forderung ist die Verstetigung und Vertiefung von Fördermaßnahmen im Bereich Teilhabe und Interkultur. Um eine diversitätsgerechte Organisationsstruktur und Kultur in der Förderung von Kunst und Kultur zu verankern, werden diesem ersten gemeinsamen Aufschlag konkrete Maßnahmen und Förderungen durch den Runden Tisch Diversität folgen