Das Foto zeigt bewegten Stoff, auf dem mehrfach der Text Kultur der Freiheit der Kultur zu lesen ist

Kultur der | Freiheit | der Kultur

Diskurs- und Förderprogramm für Initiativen und Veranstaltungen gegen antidemokratische Tendenzen

Kunst und Kultur geraten zunehmend unter Druck. Illiberale Kräfte, insbesondere von Rechtsaußen, gehen gegen unliebsame Künstler:innen und Veranstaltungen vor. Sogenannte Cancel Culture und lautstarke Proteste nehmen zu, und an die Stelle von sachlichen Kontroversen treten Verbotsforderungen, Boykott-Appelle oder gar Gewalt-Androhungen.

Vor diesem Hintergrund hat das NRW KULTURsekretariat, das auch zu den Erstunterzeichnern der NRW-Erklärung der VIELEN gehört, schon 2019 die Initiative »Kultur der | Freiheit | der Kultur« ins Leben gerufen. Sie soll vor allem Kulturakteur:innen darin unterstützen, den erstarkenden antidemokratischen Tendenzen der Gesellschaft zu begegnen und gezielt entgegenzuwirken.

In Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh fand Ende September 2020 – als Auftakt für weitere Diskussionen – eine Fachkonferenz der Städte NRWs statt, vor Ort in Düsseldorf und gleichzeitig digital. Mehr als 150 Akteur:innen aus Kultur, Politik und Verwaltung aus den Mitgliedsstädten der beiden Kultursekretariate sowie auf Landesebene trafen sich zu einem intensiven Gedankenaustausch.

Im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung mit Impulsen und Netzvorträgen, Workshops und Gesprächen stand die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen, rassistischen und antisemitischen Übergriffen auf Kunst und Kultur.

Am Vorabend sprachen Fußballidol und Influencer Hans Sarpei und die Journalistin und Autorin Nina Horaczek über Rassismus in Kultur und Sport sowie über antidemokratische Entwicklungen in Deutschland und Österreich.

Partner waren die Kunsthalle Düsseldorf, das NRW-Forum Düsseldorf, DIE VIELEN NRW, das Düsseldorfer Schauspielhaus und WDR 3.

Einzelne Aufzeichnungen dieser hybriden Veranstaltung können unter kulturfreiheitkultur.de abgerufen werden.

Vorgestellt wurde in diesem Kontext auch eine Studie zu verbalen und körperlichen Übergriffen durch rechtsextreme und extremistische Täter:innen, die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt :Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf (FORENA) durchgeführt worden war. 2021 gilt es, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Studie fortgeführt werden kann.

Unterstützt und medial über die Webseite transportiert werden 2021 außerdem solche Initiativen und Veranstaltungen in den Mitgliedsstädten, die diesen Diskurs intensivieren und entsprechende Maßnahmen, Strategien und Handlungskonzepte für Kulturakteur:innen, insbesondere zum Umgang mit Hate Speech und Cancel Culture, weiterentwickeln.