»Why-Not-Reality-Show«,WHY-NOT-Kollektiv, Foto © Meike Willner

Favoriten

Das Festival für die Freien Darstellenden Künste in NRW

Das NRW KULTURsekretariat beteiligt sich seit vielen Jahren an den »Favoriten« und entwickelt jeweils bedarfsorientierte Programme zur nachhaltigen Entwicklung der Freien Szene in NRW. Für die Festivalausgabe 2020 hat das NRWKS in Kooperation mit den »Favoriten« und dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste einen mehrtägigen Artist Summit konzipiert. So konnten sich im September 2021 Akteur:innen aus den freien Künsten in Dortmund intensiv über zeitgenössische ästhetische Diskurse, aber auch über Arbeitsbedingungen und Archivierungsfragen austauschen. Für die Festivalausgabe 2022 sowie das Folgejahr wird dieser Ansatz gemeinsam mit dem Leitungsteam weiterentwickelt.

Darüber hinaus beteiligt sich das NRWKS an den »Favoriten« auch weiterhin mit seinem »Internationalen Besucherprogramm«. Über den Besuch von Aufführungen und weiteren Formaten des  Festivalprogramms hinaus, nehmen die internationalen Gäste regelmäßig auch an Netzwerktreffen und Gesprächen teil.

Alle zwei Jahre im Herbst zeigt das Theaterfestival »Favoriten« in Dortmund herausragende Produktionen der frei produzierenden darstellenden Künste aus NRW. Die nächste Festivalausgabe findet in Dortmund und digital vom 15. bis 25.09.2022 unter dem Motto »(Un)Learning for possible futures« statt. Mit Anne Mahlow, Margo Zālīte und Sina-Marie Schneller übernimmt für die beiden kommenden Festivalausgaben zum ersten Mal ein Dreierteam die künstlerische Leitung.

Das seit 1985 bestehende und damit älteste Festival der Freien Theater Deutschlands ist von herausragender Bedeutung für die freie Theaterlandschaft NRWs. Es bietet der regionalen Szene ein Forum zum Austausch über Arbeitsweisen, zeitgenössische Ästhetiken und politische wie gesellschaftliche Fragestellungen. Zugleich versteht sich das Festival zunehmend auch als überregionale Plattform zur Vernetzung mit internationalen Künstler:innen, Gruppen und Kollektiven. Als weiterer Schwerpunkt wird unter der neuen Leitung – auch resultierend aus den  Erfahrungen der Corona-Pandemie und den damit verstärkt sichtbaren gesellschaftlichen Konfliktlinien – die Digitalität eine wichtige Rolle spielen, verschränkt sowohl mit den Aspekten Internationalität und Regionalität, als auch mit aktuellen Themenfeldern wie soziale und Geschlechtergerechtigkeit oder Klimawandel.