Schauspiel Dortmund, © Edi Szekely

Digitale Performance

Förderprogramm für performative Projekte, die digitale Narrative und Technologie verbinden.

Anfang 2015 wurde die Förderlinie »Digitale Performance« begründet, um solche Performances zu unterstützen, in denen künstlerisch mit digitalen Mitteln gearbeitet wird. Ermöglicht und gefördert werden damit vor allem performative Projekte, die digitale Narrative und Technologie verbinden. Die Höchstfördersumme beträgt bis zu 8.000 Euro.

Aufgrund des konstant wachsenden Interesses an diesem Förderansatz wird das Programm 2021 mit wesentlich mehr Mitteln ausgestattet. Damit wird zudem der steigenden Bedeutung der digitalen Kultur, auch innerhalb der Programmarbeit des NRW KULTURsekretariats, Rechnung getragen. Denn auch die digitale Bühne gewinnt nicht erst seit der aktuellen Krise zunehmend Bedeutung – gleichzeitig verstärkt und beschleunigt die Corona-Pandemie die Dringlichkeit. Deshalb können Künstler:innen und Kulturschaffende seit 2020 auch Förderung für solche Projekte beantragen, die ausschließlich im Internet stattfinden sollen.

Erneut aufgelegt wird zudem der erstmals im Juni 2020 durchgeführte Open Call »Digitale Dramaturgie«. Mit ihm soll weiter dazu angeregt werden, das Potenzial von Erzähldramaturgien und Performance-Entwürfen, ganz oder teilweise im virtuellen Raum, mit Hilfe digitaler Verfahren und/ oder Devices zu erkunden. Noch in der ersten Jahreshälfte 2021 können Theatermacher:innen und Digitalexpert:innen aus den Mitgliedstädten des NRWKS entsprechende Konzepte einreichen.

Eine Fachjury wählt aus den Einsendungen bis zu fünf Preisträger:innen aus. Für eine mögliche Realisierung der ausgewählten Konzepte können wiederum Förderanträge innerhalb des Programms »Digitale Performance« gestellt werden. Außerdem steht den Konzeptentwickler:innen die Beratung durch das NRWKS und die Jurymitglieder bei der Suche nach Partnern für die Realisierung des ausgewählten Konzepts zur Verfügung.

Seit mehr als einem Jahrzehnt befasst sich das NRW KULTURsekretariat mit digitalen Themen, wie beispielsweise mit »Next Level« zu digitaler Kunst und Kultur von Computerspielen. Dieses Feld wurde seitdem und wird auch künftig in Form von elektronischen Kommunikationsplattformen und Vermittlungsangeboten, aber auch als Medium der Gestaltung experimenteller Kunst und dialogischen Handelns, stetig ausgebaut. So wurden 2020 – nicht zuletzt als Reaktion auf die Corona-Pandemie – neue digitale Vermittlungsformate entwickelt und erprobt wie beispielsweise zum »Impulse Theater Festival«, aber auch mit einer hybriden Tagung zu »Kultur der | Freiheit | der Kultur« oder einem Online-Diskurs zum Thema »Arbeit in der Krise«, zu finden unter engels-maschinen.de.