Das Festival Tanzräume ist ein Event, das verschiedenen Gruppen und Choreograf:innen aus der freien Szene die Möglichkeit bietet, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Aufführungen finden an unterschiedlichen Orten in Hagen und Schwerte statt – von Theatern über Kulturzentren bis hin zu Museen.
Nach einer elfjährigen Pause haben wir das Festival von der Stadt übernommen und es wiederbelebt, mit dem Ziel, es zu einem festen Bestandteil der Kulturlandschaft zu etablieren. Das Festival möchte Tanzgruppen eine Bühne bieten und die freie Szene in Hagen und Umgebung sichtbar machen. Es präsentiert unterschiedliche Kulturen, Tanzformen und Milieus und fördert die kulturelle Vielfalt in der Stadt.
Trotz eines kleinen Budgets konnten 2024 vier verschiedene Orte bespielt werden. Dabei wurden zahlreiche Tanzshows durchgeführt und 20 Tanzfilme gezeigt. Obwohl das Festival derzeit noch in einem kleineren Rahmen stattfindet, möchten wir es in Zukunft weiter auszubauen und auf weitere Städte auszudehnen, um das künstlerische Netzwerk zu stärken und die Sichtbarkeit der freien Tanzszene weiter zu erhöhen.
Das Festival Tanzräume ist das einzige Tanzfestival in Hagen und zeichnet sich durch seine Offenheit und Vielseitigkeit aus. Es ist bewusst nicht elitär und bietet weit mehr als nur zeitgenössischen Tanz oder Ballett.
Das Festival vereint eine breite Palette von Tanzformen, die »Hochkultur« genauso wie urbane Kunst, wie z. B. HipHop, umfasst. Es bietet Raum für Volkstänze aus verschiedenen Communitys und viele weitere Tanzstile. Diese Tänze sind oft in den Gemeinden verwurzelt und dienen dazu, kulturelle Traditionen zu bewahren.
Ein zentrales Anliegen ist es, Kultur für alle zugänglich zu machen, weshalb das Angebot kostenlos ist.
Wir brauchen ein Team, das eine intrinsische Motivation für Kultur mitbringt, um gemeinsam das Festival zu realisieren. Ohne ausreichende Mittel ist es jedoch unmöglich, ein Team von Mitarbeiter:innen aufzubauen, das die nötige Arbeit leisten kann. Derzeit erhält das Festival nur die Unterstützung einer Kollegin, die zum Beispiel bei der Erstellung von Medienmaterialien hilft. Außerdem fehlen uns Räumlichkeiten, die für unsere Aktivitäten notwendig wären. Auch die Kommunikation mit Institutionen gestaltet sich schwierig, da auf Anfragen häufig keine Antworten kommen.
Die Akquise von Fördermitteln stellt eine erhebliche Herausforderung für uns dar, da die verfügbaren Mittel begrenzt sind. Besonders schwierig ist die Konkurrenz zu etablierten Institutionen, die bereits gut vernetzt sind und strukturelle Förderungen erhalten. Kleinere Einrichtungen wie die unsere bleiben dabei häufig auf der Strecke. Wir haben die Befürchtung, dass Kultur in dieser Form »ausstirbt«, wenn diese ungleichen Bedingungen bestehen bleiben.
Ein weiterer Aspekt ist, dass es immer weniger Möglichkeiten gibt, Förderungen für Festivals zu beantragen. Möglicherweise liegt das daran, dass Festivals wie das unsere nicht die nötige Anerkennung genießen, da Themen wie Tanz oft nicht im Vordergrund stehen und deshalb nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie andere kulturelle Bereiche.
Wir brauchen dringend eine strukturelle Förderung, um die kontinuierliche Mietfinanzierung und die Bezahlung der Tänzer:innen zu sichern. Diese finanzielle Grundlage ist notwendig, um die langfristige Durchführung des Festivals und die Unterstützung der Künstler:innen nachhaltig zu gewährleisten. Gleichzeitig möchten wir das Festival so gestalten, dass auch Menschen, die wenig Interesse an Tanz haben, Zugang finden. Es geht darum, zur kulturellen Offenheit und Diversität beizutragen und das Festival als inklusiven Raum für alle zu etablieren.
Ein weiterer Wunsch ist es, dass sich lokale Firmen und Kultureinrichtungen stärker in das Festival einbringen und es zu ihrer eigenen Sache machen. Dies könnte durch konkrete Beiträge geschehen, etwa indem z. B. ein Entsorgungsunternehmen Hallen für das Festival bereitstellt oder Institutionen das Festival über ihre Netzwerke mitbewerben. Auch eine stärkere Einbindung von kulturellen Aspekten im Festivalprogramm, wie beispielsweise mehr Workshops mit Jugendlichen, würden das Event bereichern und für eine breitere Zielgruppe zugänglich machen.
Die Diversität der Kulturen in Hagen und Umgebung sollte durch das Festival sichtbarer werden. Das Festival könnte eine Plattform bieten, um die Vielfalt der Kulturen in der Stadt zu präsentieren und diese kulturellen Ausdrucksformen einem breiteren Publikum näher zu bringen. Langfristig sollte das Festival als Kulturgut in der Stadt Hagen etabliert werden. Es ist wichtig, dass unser Festival unabhängig von institutioneller Förderung stattfinden kann, um seine Eigenständigkeit und Flexibilität zu bewahren. Eine finanzielle Unabhängigkeit würde dem Festival die Freiheit geben, sich nach den Bedürfnissen der Community zu entwickeln und langfristig erfolgreich zu sein.
Konkret suchen wir:
Wir suchen ehrenamtliche Mitstreiter:innen für unser Tanzfestival (bei Veranstaltungsorganisation, Vorstellungsbetreuung, Social Media etc.)
Sponsoren
Lagerhallen als Proberäume/ Veranstaltungsort
Langfristige Kooperationen mit Bildungseinrichtungen / lokalen Firmen