Gründer: Anton Tsirin | Gründung: 2020 in Düsseldorf
WER WIR SIND
Der Anlass zur Gründung unseres Vereins war die Corona-Pandemie. In dieser Zeit wurde deutlich, wie wichtig es ist, gemeinsam an großen Zielen zu arbeiten.
Der Name unseres Vereins, Kibbuz, leitet sich von der ehemaligen sozialistischen Gemeinschaftsform ab, in der jede:r gibt, was er oder sie kann, und das bekommt, was benötigt wird. Diese Philosophie prägt unser Handeln: Wir verstehen uns als eine Plattform für Kunst, Bildung und den interkulturellen Austausch – mit großem Fokus auf jüdische Kultur und Israel, aber nicht ausschließlich.
Unser Motto ist: ein Zuhause für dein Projekt.
Unser Verein fungiert als Trägerorganisation und Plattform für Einzelakteur:innen, die eigene Projekte im Bereich Kunst, Bildung und Kultur realisieren möchten. Wir unterstützen Künstler:innen, Kulturschaffende und Bildungsakteur:innen in NRW, Berlin, deutschlandweit und sogar international – unter anderem in der Ukraine und Finnland.
Dabei helfen wir nicht nur bei der Entwicklung von Ideen, sondern begleiten auch die Antragstellung für Fördermittel. Durch unsere Erfahrung und die Vielzahl der Akteur:innen, die wir begleiten, können wir mittlerweile Projekte mit höheren Fördervolumina realisieren. Neben dieser beratenden Funktion initiieren und leiten wir auch eigene Projekte.
Unser Netzwerk umfasst zahlreiche Stiftungen, jüdische Einrichtungen, Schulen, Gemeinden, kulturelle Institutionen, Restaurants etc. Wir wählen Projekte nach ihrem gesellschaftlichen Mehrwert aus und legen großen Wert darauf, mit engagierten Menschen zu arbeiten, ohne Druck auszuüben. Wir ermöglichen unseren Projektpartner:innen ein hohes Maß an Eigenständigkeit und legen Wert darauf, dass sie ihre Projekte nach ihren Vorstellungen gestalten können.
Unsere eigenen Projekte zeichnen sich durch hohe Qualität aus, sind aber dennoch nicht unnötig kompliziert. Unsere Haltung ist geprägt von einer positiven, lebensbejahenden Perspektive. Wir möchten mit Kunst die schönen Seiten des Lebens zeigen, anstatt uns destruktiven Narrativen hinzugeben. Unsere Produktionen – wie beispielsweise unser Theaterprojekt mit über 25 Beteiligten – sind immer sehr professionell, ohne dass wir den Druck verspüren professionell zu agieren.
Politische Herausforderungen begleiten unsere Arbeit. Diese kommen von ganz links und von ganz rechts. Es gibt eine wachsende Unsicherheit in der Förderlandschaft, insbesondere im Zusammenhang mit dem Israel-Palästina-Konflikt. Ich habe den Eindruck, dass Fördermittel zunehmend für politische Zwecke instrumentalisiert werden, doch das ist meine persönliche Einschätzung. Eine allgemeine Verunsicherung ist spürbar. Ob diese direkt mit dem Israel-Palästina-Konflikt zusammenhängt oder andere Gründe hat, lässt sich nicht eindeutig sagen – dennoch bleibt dieses Gefühl bestehen.
Wir stellen keine Anträge bei Förderinstitutionen, die antisemitische Strukturen unterstützen oder sich entsprechend positionieren. Zudem stellen wir fest, dass Kürzungen der Fördertöpfe für Kunst- und Kulturprojekte es zunehmend erschweren, innovative und unabhängige Projekte zu realisieren.
Wir wünschen uns eine Erneuerung des Bildungssystems, insbesondere im Hinblick auf den Abbau von Ängsten gegenüber neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz.