Gründer:innen: Kasa Kalenda, Kasha Kalenda | Gründung: 2023 in Bochum
WER WIR SIND
Unsere Vision ist es, den urbanen Tanz und die urbane Kultur in Bochum und darüber hinaus sichtbarer zu machen und aus der oft unterschätzten Nische herauszuholen. Noch immer wird diese Kunstform in ihrer Vielfalt und Bedeutung nicht ausreichend wahrgenommen – das möchten wir ändern. Dabei binden wir auch andere kreative Ausdrucksformen wie Mode und darstellende Kunst in unsere Projekte mit ein.
Unsere Arbeit ist stark projektbasiert, und wir setzen uns aktiv dafür ein, nachhaltige kulturelle Angebote zu schaffen. Mit unserer Initiative wollen wir nicht nur die Anerkennung des urbanen Tanzes als eigenständige Kunstform stärken, sondern ihn auch als Plattform für gesellschaftlichen Diskurs nutzen. Wir sprechen insbesondere Menschen zwischen 18 und 20 Jahren, Menschen aus der LGBTQIA+-Community, People of Color, introvertierte Personen sowie Menschen mit sehr individuellen Bedürfnissen an.
Unser Ziel ist es, den urbanen Tanz, insbesondere Hip-Hop, gezielt zu fördern und als festen Bestandteil der städtischen Kulturszene zu etablieren und dabei eine offene und unterstützende Gemeinschaft zu schaffen, die Kunst als Ausdrucksmittel für Identität und Selbstverwirklichtung nutzt.
Im Bereich des urbanen Tanzes sind wir weit mehr als nur eine Plattform für künstlerische Projekte – wir bieten eine starke Unterstützungsstruktur für andere Künstler:innen. Besonders für junge, kreative Menschen, die noch unsicher sind oder sich in der Szene orientieren möchten, sind wir eine Anlaufstelle. Wir schaffen Räume, in denen sie ihre Talente entdecken, sich ausprobieren und weiterentwickeln können. Wir werden als Mentor:innen geschätzt und begleiten junge Talente aktiv auf ihrem Weg, indem wir sie in ihrer künstlerischen und persönlichen Entwicklung unterstützen. Unsere Community ist familiär und offen, und wir setzen uns dafür ein, dass jede:r die Möglichkeit hat, seine Kreativität frei zu entfalten.
Wir bieten unseren Teilnehmenden die Chance, ihre Arbeiten in anderen Städten zu präsentieren und initiieren für sie Projektkooperationen. Mit unserer Arbeit bringen wir die urbane Tanzkultur aus ihrer oft unterschätzten Nische heraus und die Gesellschaft bekommt neue Einblicke in der Szene. Wir sind davon überzeugt, dass unser Ansatz einzigartig ist – nicht zuletzt, weil wir als Gründer:innen in unserer Art sehr geschätzt werden.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den urbanen Tanz als festen Bestandteil der Kulturszene in unserer Stadt zu etablieren und ihn mit anderen Kunst- und Kulturformen zu verbinden. Unsere Veranstaltungen bringen Tanz, Kunst und Mode auf innovative Weise zusammen und schaffen neue Räume für kreative Begegnungen. Mit unseren Kunst-und-Kultur-Formaten möchten wir diese für alle zugänglich machen und einen offenen Raum für Austausch und gemeinsames Erleben schaffen.
Unsere Tanzworkshops bieten einen niederschwelligen Zugang zur urbanen Tanzkultur und laden Menschen dazu ein, sich auszuprobieren und auszutauschen. Auch in unseren Drink & Draw-Malkursen steht das kreative Miteinander im Mittelpunkt – hier kommen Menschen in entspannter Atmosphäre zusammen, um gemeinsam zu gestalten und sich künstlerisch auszudrücken.
Wir bieten auch Panel-Talks an und somit auch die Möglichkeit sich zu wichtigen gesellschaftlichen Fragestellungen auszutauschen. Unsere Wurzeln liegen im urbanen Tanz, doch mit der Zeit haben wir unser Programm gezielt weiterentwickelt. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es für Tanz-Events wie unsere in der Regel kaum Fördermöglichkeiten gibt. Außerdem wirken Künstler:innen aus anderen Sparten in unserem Verein mit und das führt zur Erweiterung der Formate. Unser wachsendes Netzwerk bestätigt uns in dieser Entwicklung: Über die Jahre haben wir hunderte Menschen erreicht und sind inzwischen fest in der Kulturszene verankert.
Wir sind kulturpolitisch aktiv, auch weil der neue Leiter des Kulturamt in Bochum das Potential unserer Arbeit erkannt hat. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass wir angefragt wurden, unsere Perspektiven in das neue Kuratorium des Kulturamts einzubringen. Durch unsere Teilnahme möchten wir dazu beitragen, strukturelle Hürden in der Förderlandschaft aufzubrechen und neue Möglichkeiten für urbane Kunst- und Tanzprojekte zu schaffen.
Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für unser Künstlerhaus hat für uns oberste Priorität und stellt derzeit eine große Herausforderung für uns dar. Eine wichtige Aufgabe in diesem Zusammenhang ist die Sicherstellung der finanziellen Mittel zur Mietfinanzierung – während dies keine unüberwindbare Hürde darstellt, ist es dennoch eine zentrale Aufgabe, die wir in den kommenden Monaten angehen werden. Eine anteilige Finanzierung durch das Kulturamt ist bereits in Aussicht. Zudem möchten wir unsere Sichtbarkeit als Anlaufstelle für die urbane Tanz- und Kulturszene weiter stärken. Zwar werden wir bereits als Mentor:innen geschätzt, doch es ist uns wichtig, eine nachhaltige Struktur zu schaffen, die sowohl unsere Arbeit als auch unser persönliches Wohlbefinden in Balance hält. Unser Ziel ist es, andere zu unterstützen, ohne dabei unsere eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren.
Wir befinden uns auf einer spannenden Reise und haben noch viele Möglichkeiten vor uns.
Ein zentrales Ziel für die kommenden Jahre ist es, sesshaft zu werden und eine feste Anlaufstelle – ein eigenes Künstler:innen-Haus – zu etablieren. Dieser Ort soll nicht nur unsere Arbeit weiter professionalisieren, sondern auch der urbanen Tanz- und Kulturszene einen beständigen Raum zur Entfaltung und Vernetzung bieten. Der Prozess zur Umsetzung dieses Vorhabens wurde bereits in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Bochum angestoßen. Langfristig möchten wir das Künstler:innen-Haus als feste Institution in der Stadt etablieren. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, eine nachhaltige finanzielle Basis zu schaffen, die es ermöglicht, dass Mitarbeiter:innen nicht nur in Teilzeit, sondern perspektivisch auch in Vollzeit ihrer Arbeit nachgehen können. Unser Ziel ist es, drei bis vier Personen eine Existenzgrundlage durch das Künstler:innen-Haus zu bieten und so die professionelle Weiterentwicklung der urbanen Kunstszene in Bochum maßgeblich zu fördern.
Zudem möchten wir unsere Bekanntheit weiter steigern und unsere Reichweite sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene ausbauen. Unser Netzwerk hat sich bereits vielfältig entwickelt, und wir planen, Künstler:innen aus verschiedenen Sparten noch stärker zu vernetzen und ihnen eine Plattform zu bieten. Deshalb bringen wir unsere Gruppen bewusst in andere Städte, um ihnen neue künstlerische Perspektiven zu eröffnen und nachhaltige Projektkooperationen zu ermöglichen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere finanzielle Grundlage zu festigen und neue Fördermöglichkeiten zu erschließen. Während wir aktuell noch einen großen Teil der künstlerischen Arbeit selbst übernehmen, streben wir in den kommenden fünf Jahren eine strategische Neuausrichtung an. Unser langfristiges Ziel ist es, unseren Fokus stärker auf »Cypher 44« zu legen und eine nachhaltige Struktur zu schaffen, die jungen Künstler:innen Raum für ihre Entfaltung gibt.