Die Cute Community entstand mit dem Anliegen, eine Plattform für die überregionale und internationale Sichtbarkeit von migrantischer Popkultur aus Nordrhein-Westfalen zu etablieren.
Als Kalakuta Soul Radio im Jahr 2019 gestartet und anfangs nach dem gleichnamigen und von Guy Dermosessian gegründeten Musiklabel Kalakuta Soul Records benannt, agierte das damals noch nomadische Format vorwiegend im öffentlichen Raum und als Pop-Up an verschiedenen Orten. Mit der Eröffnung des Cute Community Space im Jahr 2023 entstand ein migrantischer Space, der zur Heimat des nun wöchentlich operierenden Cute Community Radio.
Seitdem präsentiert das Cute Community Radio jeden Donnerstag die verschiedenen künstlerischen und kulturellen Praktiken migrantischer und in der Diaspora lebender Künstler:innen, Musiker:innen, Denker:innen, Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende und Entrepreneurs aus dem Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa. Dabei spielt die Regelmäßigkeit der stattfindenden Formate eine wesentliche Rolle und etablierte den Cute Community Space binnen weniger Monate zum wöchentlichen Treffpunkt einer stets größer werdenden Szene.
Neben dem regelmäßigen Community Radio Format bietet die Cute Community heute eine Reihe von Formaten an, die auf die Bedürfnisse der Community Mitglieder eingehen. Beispiele dafür sind die Cute Community Workshops, das Cute Community Laboratory, die Cute Community Takeover, der Cute Community Club und der Cute Community Hangout.
2024 gewann das Cute Community Radio den bundesweiten APPLAUS Award in der Kategorie »Beste kleine Spielstätte / beste Konzertreihe«.
Wir bieten mittlerweile eine Vielzahl an Formate an.
Cute Community Radio Das Cute Community Radio ist eine regelmäßige Radiosendung, die jeden Donnerstag Live aus dem Cute Community Space über mixcloud ausgestrahlt wird. Inhaltlich werden die Sendungen von zehn Kurator:innen aus der Community gestaltet. Diese bestimmen die auftretenden Künstler:innen und geben dem Abend so einen ästhetischen bzw. musikalischen Rahmen. In Zusammenarbeit mit weiteren Kurator:innen und migrantischen Kollektiven entstehen darüber hinaus einzelne Radioprogramme, die den Austausch zwischen regionalen und internationalen Künstler:innen, Musiker:innen und DJs zentrieren.
In den vergangenen zwei Jahren strahlte das Cute Community Radio mehr als 200 einzelne Beiträge von Musiker:innen und DJs, die allesamt auf der Website archiviert sind und nachgehört werden können.
Cute Community Workshop Die Cute Community Workshops sind ein wöchentliches Angebot im Cute Community Space, in denen Wissen im »Each One Teach One«-Prinzip innerhalb der Community vermittelt wird. Dazu gehören aktuell Workshops für DJing, Musikproduktion und Videoproduktion.
Die Workshops werden von professionellen Community-Mitgliedern angeleitet und richten sich an unerfahrene, jedoch interessierte Menschen, die erschwerten Zugang zur Szene und den darin zelebrierten popkulturellen Praktiken. In vielen Fällen wurden Workshop-Teilnehmer:innen zu Beitragenden zum Cute Community Radio und leiten nun Workshops an. Die Workshops finden jeden Mittwoch statt und sind kostenfrei. Eine Anmeldung über die Website der Cute Community ist aus Platzmangel erforderlich.
Cute Community Laboratory Im Cute Community Laboratory können Community Mitglieder und Workshop-Teilnehmer:innen in gebuchten 90-minütigen Slots mit dem professionellen Equipment im Cute Community Space experimentieren. Dabei werden sie von professionellen Künstler:innen begleitet. Teilnehmende können sich nach Anmeldung in den Bereichen der Podcast-Produktion, DJing, Lichttechnik, Tontechnik und Videoproduktion ausprobieren.
Das Cute Community Laboratory findet jeden Freitag statt. Die Teilnahme ist nach Anmeldung über die Website der Cute Community kostenfrei.
Cute Community Take Over Mit dem Cute Community Takeover widmen wir uns der migrantischen Ökonomie und Kreativwirtschaft. Dabei stellen wir monatlich eine:n Unternehmer:in oder ein migrantisches Kollektiv mit einem unternehmerischen Anliegen vor. Nach der Vorstellung übergeben wir ihnen den Cute Community Space für eine ganze Woche, in der sie diesen als Showroom für ihre Ideen, Konzepte, Produkte und Vorhaben nutzen können.
Dabei gewährleistet die Cute Community täglich Öffnungszeiten, in denen der Showroom besucht werden kann, Produkte erworben werden können und die vorgestellten Unternehmer:innen und Kollektive sichtbar werden.
Die Cute Community Takeover finden monatlich statt und werden über unsere Website und Instagram-Kanäle angekündigt. Migrantische Unternehmer:innen können sich für ein Takeover kostenlos über hello@cute-community.com bewerben.
Cute Community Hang Out Mit dem Cute Community Hangout verlässt die Cute Community ihren Space und erklärt den öffentlichen Raum zum Ort für migrantische Popkultur. Mehrmals im Jahr finden so Open Air Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Angefangen im Hinterhof des Cute Community Space im Jahr 2023, fanden seitdem Cute Community Hangouts im Innenhof des Rathaus Bochum, auf der Dachterrasse des Kunstmuseum Bochum, auf dem Vorplatz des Schauspiel Dortmund, im Innenhof des Thalia Theater Hamburg, auf der Terrasse des PACT Zollverein, sowie auf der Zeche Holland in Wattenscheid statt.
Termine und Orte der Cute Community Hangouts werden regelmäßig auf der Website der Cute Community und auf dem Instagram-Kanal veröffentlicht. Der Besuch der Cute Community Hangouts ist kostenfrei.
Cute Community Talk Der Cute Community Talk ist ein Podcast-Format in dem für die Community relevante Themen mit Friends und Expert:innen erörtert werden.
Die Cute Community Talks werden Live-gestreamt und können auf unserem Youtube-kanal nachgehört werden. Cute Community Feature
Das Cute Community Feature kommt dem Talk ganz nahe, zentriert jedoch Musikgeschichte und konzertante Formate von Künstler:innen aus NRW sowie internationale Expert:innen außereuropäischer Musiktraditionen.
Die Cute Community Features werden live gestreamt und können auf unserem YouTube-Kanal nachgehört werden.
Die Cute Community ist ein loser Zusammenschluss verschiedener Künstler:innen und Kulturschaffender. Geleitet wird das Projekt von Guy Dermosessian, der operativ mit verschiedenen Mitwirkenden honorarbasiert zusammenarbeitet. Aktuell fehlt es an Wissen, um die lose Struktur in eine feste Organisationsform zu überführen, um so eine nachhaltige Teambildung anzustoßen. Versuche der Gründung eines Vereins sowie einer gUG scheiterten an fehlenden Beratungsstellen für die Form und Bandbreite der Unternehmungen der Cute Community.
Eine weitere große Herausforderung ist die jährliche Periodizität des Projekts. Uns ist es aktuell unmöglich, langfristige Vorhaben zu planen und auf den Weg zu bringen, da die Cute Community, der Cute Community Space sowie alle darin stattfindenden Formate projektbasiert durchgeführt werden und so in jedem Jahr neu verhandelt und entschieden werden. Das führt dazu, dass erfolgreiche Formate und Vorhaben nach ihrem Start mangels Fördermitteln wieder gestoppt werden müssen. Das führt oft zu Frustration bei involvierten und rezipierenden Menschen, für die dieses bestimmte Format notwendig bzw. relevant ist.
Im Jahr 2025 mussten sehr interessante internationale Kooperationsanfragen abgelehnt oder verschrieben werden, da nötige Mittel und Kapazitäten dafür fehlten. Mit dem bislang operierenden Team ist es zum Teil unmöglich, etwas größere Projekte anzunehmen und durchzuführen, die sowohl für die Cute Community als auch ihre Mitglieder von großer Bedeutung wären.
Im Sinne der Verstetigung der bereits sehr erfolgreich etablierten Räume, Netzwerke und Formate wünschen wir uns eine nachhaltige und längerfristige Existenzsicherung und Förderung, die uns erlaubt, unsere Arbeit weiterzuentwickeln, zu professionalisieren und international weiter zu etablieren.
Wir wünschen uns die Möglichkeit und die dafür notwendigen Ressourcen, um angefangene internationale Kooperationen mit migrantischen Kollektiven in UK, Portugal und Frankreich weiter auszubauen und zu verstetigen. Darüber hinaus streben wir Kooperationen mit Kollektiven aus Ghana und Tunis an, die wir bislang aufgrund fehlender Ressourcen nicht angehen konnten. Dabei spielt dabei eine internationale Vernetzung verschiedener migrantischer und Diaspora-Communities eine wesentliche Rolle, vor allem in Bezug auf den künstlerischen und kulturellen Austausch.
Zuallerletzt wünschen wir uns die Möglichkeit bzw. die Ressourcen für die Evaluation unserer Arbeit in den vergangen Jahren bis heute. Dafür würden wir gerne mit einem Institut einer der Hochschulen NRWs zusammenarbeiten, die uns langfristig begleitend evaluieren. Dabei sollen sowohl unsere Arbeitsweise, unsere Formate sowie deren Impact auf und für die Community untersucht und evaluiert werden.