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Wer hat meinen Vater umgebracht

Digitales und inklusives Live-Film-Theater von Trafique

»Wer hat meinen Vater umgebracht« verbindet politisches Theater mit digitaler Medienkunst und inklusiven Arbeitsweisen. Basierend auf dem preisgekrönten Roman von Édouard Louis verknüpft die Inszenierung persönliche Biografie mit messerscharfer soziologischer Analyse. In klarer, unnachgiebiger Sprache wird gezeigt, wie politische Entscheidungen Lebensläufe prägen. Die soziale Realität, die Louis beschreibt, spiegelt dabei aktuelle Entwicklungen in Deutschland wider, vom Abbau sozialer Sicherungssysteme bis hin zur wachsenden gesellschaftlichen Spaltung.

Vier Schauspielende in einem ständigen Wechsel zwischen Opfer-, Täter- und Zeug:innenrollen machen sichtbar, wie tief soziale Herkunft und ökonomische Gewalt in uns verankert sind. Die Inszenierung macht die harten Fakten politischer Verantwortung sinnlich erfahrbar und schafft einen Ort kollektiver Verantwortung. Hier wird Solidarität nicht nur als Wort, sondern als einziges utopisches Mittel begriffen, um die Spirale unterdrückender Gewalt endlich zu durchbrechen.