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INVISIBLE
INVISIBLE ist eine Solo-Performance von Esther Siddiquie, in der sie sich mit dem Shabbir-Siddiquie-Filmarchiv auseinandersetzt, das aus filmischen Dokumentationen von UNESCO-Welterbestätten besteht. Die Performance verhandelt, was in offiziellen Erzählungen keinen Platz findet.
Die Tochter des Filmemachers Shabbir Siddiquie tritt als Störung in dieses Archiv ein. Sie bricht Konservierungslogiken, verschiebt Ordnungen, schreibt sich selbst in die Materialien ein, destabilisiert.
Die Performance zeigt, was in den Bildern nicht sichtbar wird. Zwischen dem unvollendeten Bauhaus-Dessau-Filmprojekt (1996–2016) und Erinnerungen an die sogenannten »Baseballschlägerjahre« im Deutschland nach der Wiedervereinigung entstehen Verbindungen zu verdrängten Geschichten: Vertragsarbeiter:innen, Gewalt und koloniale Spuren in der Entstehung kulturellen Erbes.
INVISIBLE ist ein Akt des Nicht-Vergessens – zwischen Körper, Objekt und Erinnerung.