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Impulse Festival 2026 endet mit positiver Bilanz
Nach drei Festivalwochen in Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Köln sowie einem Abstecher nach Duisburg ist das Impulse Festival für Performance, Theater & Tanz 2026 am vergangenen Sonntag in Köln zu Ende gegangen. 5025 Besucher:innen erlebten die 55 Veranstaltungen und weitere 26 Begleitangebote im Rahmenprogramm im diesjährigen Festivalzeitraum vom 03. bis 21.06.2026. Die Gesamtauslastung lag bei 88,5% und bleibt damit – trotz paralleler Fußball-WM und erster Hitzewelle – stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Für den Showcase, in dessen Rahmen die herausragenden, impulsgebenden Arbeiten des letzten Jahres aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert werden, wählte die Jury in diesem Jahr zehn aus insgesamt rund 500 gesichteten Arbeiten aus: von großen Bühnenarbeiten renommierter Gruppen oder Protagonist:innen wie »Pizza, oder eine Tür in der Dunkelheit tanzt nicht« des Nature Theater of Oklahoma oder Michael Turinskys »Work Body« bis hin zu intimen Stücken wie Nihan Devecioğlu mit »Yoldaş – Frauen, die einander halten« oder Newcomerin Alina Arshi, deren Stück »States of Bewilderment« als nächstes zum ImPulsTanz Festival nach Wien weiterreist.
Im zweiten Programmbereich »Post-West« waren zudem neun Produktionen, u. a. von der Chemnitzer Künstlerin Tanja Krone, der estnischen Choreografin Netti Nüganen oder der polnischen Theatermacherin Magda Szpecht zu sehen. Szpechts Arbeit »She stands in the Middle of the Battlefield« über eine Künstlerin als Soldatin im Ukraine-Krieg sorgte dabei gleich am Eröffnungswochenende mit drei ausverkauften Vorstellungen und hieran angeschlossenen Diskurs- und Austauschformaten zum Thema Militarisierung und Versicherheitlichung für intensiven Austausch von Publikum, Presse und Professionals gleichermaßen.
Im Rahmen von »Post-West« stellten Künstler:innen in Performances, Outdoor-Konzerten oder Diskursformaten ostdeutsche und osteuropäische Perspektiven auf die gesamtdeutsche bzw. osteuropäische Gesellschafts-, Umbruchs- und eben auch Kriegserfahrungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs in den Vordergrund. Mit zwei Residenz-Formaten von lynn t musiol und Choreografin Mandy Unger fand hierbei auch ein direkter künstlerischer Austausch zwischen dem Impulse Festival und dem OSTEN Festival in Bitterfeld-Wolfen statt, das im September beginnt: Beide Residenz-Ergebnisse sind nach einer neuerlichen Residenzphase dann auch dort im Festivalprogramm vertreten.
Als dritter Programmbereich fanden bei »Impulse meets…« Diskursformate von und mit NRW-Kollaborationspartner:innen sowie Workshop-Angebote und Publikumsgespräche zu den Showcase-Produktionen und Partys mit unterschiedlichen DJ-Sets statt. Auch hier war das Festival impulsgebend: So wurde beispielsweise mit dem kulturpolitischen Gespräch »Monsters & Politics« die Diskursreihe »Räume halten« im Rahmen der Impulse in Bochum eröffnet. Noch in diesem Jahr wird die Reihe in zwei weiteren Ausgaben beim Asphalt Festival und beim Festival FAVORITEN fortgesetzt. Die diesjährige Festival-Edition war zudem wieder Teil des Internationalen Besuchsprogramms NRW für Professionals aus aller Welt. Insgesamt hat das Festivalteam um Franziska Werner in der diesjährigen Edition seine Bemühungen im Bereich der barrierearmen Zugänglichkeit der Bühnenstücke wie auch der Partyformate durch vielfältige Begleitangebote und geplant inklusive Zugangsmöglichkeiten noch einmal verstärkt ebenso wie Aktivitäten im Community-Outreach.
Die nächste Ausgabe des Impulse Festivals für Performance, Theater & Tanz findet 2027 wieder im Juni statt.
Mit ihrer zweiten Festivalausgabe zeigt sich Franziska Werner sehr zufrieden: »Diese Edition war extrem vielfältig in Themen, Orten, Räumen und Formaten. Das ist natürlich die besondere Aufgabe eines dezentralen Festivals, die nunmehr vier Festivalstädte plus Duisburg als externem Spielort für das Eisenbahntheater »Das letzte Kleinod« im Landschaftspark Nord über diese drei Wochen hinweg zu verbinden. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, in jeder Stadt und auch im Gesamtkontext ein impulsgebendes Programm auf die Beine zu stellen. Und es ist natürlich großartig, dass Bochum als sozusagen ›zurückgekehrte‹ Impulse-Stadt gleich wieder mit einer hohen Auslastung von über 80% eingestiegen ist. Ganz besonders freuen wir uns immer über das Publikum an Rhein und Ruhr, das uns in allen Städten begleitet hat und teilweise auch mit dem Festival gereist ist: von Düsseldorf nach Bochum, Mülheim, Köln und dazwischen. Und nach dem Festival ist jetzt natürlich gleich schon wieder vor dem Festival: Ab sofort arbeiten wir im Team an den konkreten Planungen für die Impulse-Ausgabe 2027, die Sichtungen dafür laufen ja bereits wieder seit Januar.«