© Julie Folly

Der Soldat

Ein Übergangsritual von Julian Warner

Der Schwarze Künstler als Soldat: Provokante Befragung des Theaterbetriebs nach Frantz Fanon – mit Schlagzeug und Akkordeon.

Ein Schwarzer Künstler stellt fest, dass er zum Soldaten geworden ist: Als Kunstarbeiter betritt er die Bühne - im Kampf um Repräsentation und Ressourcen erhält er eine Waffe. Doch ist Kulturkampf Krieg? Wenige haben so klar über die Gewalt in einer zersplitterten Welt geschrieben wie der antikoloniale Vordenker Frantz Fanon, der bis heute weltweit in linken Diskursen rezipiert und kontrovers diskutiert wird. In »Der Soldat« verknüpft der Kurator und Künstler Julian Warner die Erkenntnisse des Psychiaters und Marxisten aus Martinique mit der Welt des Theaters und konfrontiert das Publikum in einer mitreißenden Konzert-Performance mit dem eigenen Verhältnis zu Gewalt und ihrer Abwehr.