© Hanna Fasching

Chantal, the body is a text longing for perspective

von Veza Fernández

Eine lebendige Anatomiepuppe seziert sich selbst mit Worten, um Körpergrenzen immer wieder aufs Neue zu verhandeln: die unwahrscheinliche Schnittstelle zwischen lesbischen* Wortintimitäten, kolonial-patriarchaler Medizingeschichte und Performancekunst. 

Die Wiener Tanz-, Stimm- und Performancekünstlerin Veza Fernández zeigt mit »Chantal, the body is a text longing for perspective« ein intimes anatomisches Spektakel, das in Worten und Bewegung den Körper seziert. Chantal ist eine prismatische Figur, eine lebendige Anatomiepuppe, die aus den Stimmen auf der Bühne entsteht. In beeindruckenden Textwelten, zwischen Sinnlichkeit, Theorie und Witz, gestalten die Performer:innen das anatomische Theater radikal neu, in einer Inszenierung des Inneren jenseits patriarchaler Normen.