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Verklingende Stimmen – Geteilte Melodien
Der poetisch-musikalische Dialog von Alhousseini Anivolla und Sandra van Edig verbindet berberische amarg-Poesie aus dem Sahara-Raum mit Dichtung deutschsprachiger Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Er macht literarische Traditionen erfahrbar, die in ihren Herkunftsräumen kulturelles Gewicht besitzen, bei uns jedoch oft übersehen werden. So trifft die klangvolle, gemeinschaftlich getragene Poesie der Tuareg auf die feinsinnigen Stimmen von Dichterinnen wie Adele Schopenhauer, Karoline von Günderrode u. a. – Frauen, deren Werke lange im Schatten männlicher Zeitgenossen standen.
In einer interdisziplinären Inszenierung verweben sich Rezitation (Sandra van Edig), Musik (Alhousseini Anivolla) und visuelle Projektion zu einem neuen Klang- und Bildraum. Historische Quellen und zeitgenössische Interpretationen treten in Resonanz, machen Emotion, Erinnerung und kulturelle Verflechtung sinnlich erlebbar. Es öffnet den Blick für kulturelle Vielfalt – als Begegnung von Wort, Rhythmus und Weltverständnis.