© Diego Insignares

LA POLA – Ontologies of Women, Movement and Decoloniality 

Inspiriert von der kolumbianischen Widerstandskämpferin und Nationalheldin Policarpa Salavarrieta setzt sich die performative Installation »La Pola« vom XXTanzTheater mit der Geschichte von Frauen im Kontext kolonialer Machtverhältnisse auseinander.

Tanz ist eine lebendige Sprache – er bewahrt Erinnerungen, erzählt Geschichten und schafft Räume des Widerstands. Doch viele dieser Geschichten, insbesondere die von Frauen, wurden im Laufe der Zeit verdrängt oder umgedeutet.

Die performative Installation LA POLA des XXTanzTheater greift diese Perspektiven auf und bringt sie in einen transkulturellen Dialog. Inspiriert von der kolumbianischen Widerstandskämpferin Policarpa Salavarrieta (La Pola), einem Symbol für Mut und Aufbegehren gegen koloniale Unterdrückung, verbindet das Stück historische Reflexion mit aktuellen Fragen nach Identität, Selbstbestimmung und weiblicher Sichtbarkeit. In eindrucksvollen choreographischen Bildern treffen traditionelle kolumbianische Tänze auf zeitgenössische Bewegungssprachen. Film, Musik und Performance verschmelzen zu einer vielschichtigen Installation, die koloniale und patriarchale Strukturen hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet.

Tänzerinnen aus Europa und der kolumbianischen Karibik erzählen mit ihren Körpern von Erinnerung, Gemeinschaft und Widerstand – und machen die Kraft weiblicher Geschichten über kulturelle Grenzen hinweg erfahrbar.

Für die Performances in der Bundeskunsthalle wird die Akkordeonistin Eva Zöllner die Performance-Installation live musikalisch begleiten.