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»Colors of Myanmar« von Herlinde Koelbl


Jahresprogramm 2020

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Seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten macht das NRW KULTURsekretariat seine Jahresprogramme zum Kunstraum für seriell angelegte Arbeiten von ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern. Ob Video-Stills oder performative Fotoarbeiten, Collagen oder Cartoons, Stadtraumarbeiten oder digitale Landschaften: Die Publikationsreihe weist eine große Vielfalt sehr besonderer künstlerischer Positionen auf.


Jetzt hat die herausragende Fotokünstlerin Herlinde Koelbl das Jahresprogramm 2020 für eine umfangreiche Erstveröffentlichung gewählt: Gezeigt werden insgesamt 36 Arbeiten Koelbls aus ihrer bisher unveröffentlichten Fotoserie »Colors of Myanmar«.

»Colors of Myanmar«

Das Projekt entstand auf mehreren Reisen der Künstlerin: »Voller Neugierde auf dieses Land und seine Bewohner war ich viel in den Straßen Yangons unterwegs und genoss das geschäftige Leben der Stadt. Immer wieder lockten mich verführerische Düfte in eine der zahlreichen Straßenküchen. Dort machte ich eine erstaunliche und unerwartete Entdeckung. Obwohl die Menschen dort arm sind, war eine unglaubliche Farbharmonie, ja geradezu eine Schönheit zu entdecken. Die Tischdecken, die natürlich alle aus Plastik waren, harmonierten immer mit den Gegenständen, die auf den Tischen standen. Seien es kleine Teller, Teeschalen, Teekannen, Tassen oder Körbchen, sie nahmen immer die Farbe wieder auf, die in den Tischdecken dominant war. Solche Ästhetik, treffsicheren Geschmack hatte ich in diesem Milieu, in diesen einfachen kleinen Straßenbuden nicht erwartet. Es war diese Selbstverständlichkeit von einfacher Schönheit, die mich faszinierte. Dieses Projekt zeigt also keine Hochkultur, sondern ist vielmehr ein Abbild des natürlichen Harmonie- und Schönheitsempfindens der Menschen Myanmars. Sie haben das Talent, sich das Leben und den Alltag schöner zu gestalten.«

Herlinde Koelbl

Herlinde Koelbl zählt zu den bedeutendsten deutschen Fotokünstler*innen. Ihr umfassendes Werk zeichnet sich vor allem durch fotografische Langzeitprojekte aus, oft ergänzt durch tiefgehende Gespräche. Dem Porträtieren von Milieus und Personen gilt das besondere Interesse der Künstlerin. Ihre Fotografien wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt und sind in vielen wichtigen Sammlungen vertreten. Herlinde Koelbl hat über ein Dutzend Fotobücher publiziert, darunter »Refugees« (2017), »Targets« (2014), »Mein Blick« (2009), »Haare« (2007), »Schlafzimmer« (2002), »Spuren der Macht« (1999), »Jüdische Portraits« (1989), »Feine Leute« (1986) und »Das deutsche Wohnzimmer« (1980). Parallel zu ihren Büchern und Ausstellungen veröffentlicht Herlinde Koelbl häufig auch themengleiche Dokumentarfilme und Videoinstallationen. Ihre einfühlsamen und oft philosophischen Interviews erscheinen regelmäßig im ZEITmagazin. Sie wurde für ihr Schaffen bereits mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel 2001 mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis. Ihre Fotografien sind in internationalen Ausstellungen zu sehen und in vielen wichtigen Sammlungen vertreten.


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