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Nach dem Beaufsichtigen der Maschinen


Engels 2020

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Anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Engels untersucht das NRW KULTURsekretariat gemeinsam mit dem LVR-Industriemuseum das intellektuelle, gesellschaftliche und politische Erbe des deutschen Philosophen und Aktivisten mit künstlerischen Mitteln.


Im Zentrum des mehrmonatigen Performance-, Installations- und Diskursprojektes »Nach dem Beaufsichtigen der Maschinen« stehen vielfältige künstlerische und  diskursive Aktivitäten in Engelskirchen und Wuppertal – zwei Städte, die eng mit den Biografen des jungen Engels und seiner Eltern verbunden sind.


Das Projekt umkreist Fragen zur Bedeutung von Arbeit heute und ihrem Verhältnis zu Kunst und Kultur.

Wie verhalten sich materielle und immaterielle Produktion im Wandel von Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft zueinander? 


Taugt künstlerische Produktion zum Gegenentwurf oder ist sie selbst Vorreiterin neoliberaler Selbstoptimierungs- und Ausbeutungsstrategien? Was sind heute die Produktionsmittel – beispielsweise als Datenmaterial – und wie können sie anders verteilt werden? Wer schöpft den Mehrwert ab und wie verhält sich der Mehrwert zum Wert des Menschen und seiner Kultur? Und: Wie sieht die »arbeitende Klasse« heute aus – in den globalen Märkten und Netzen, zwischen Identitätspolitiken, digitalen Monopolen und neuen Klassenkämpfen?


In Engelskirchen, dessen Geschichte stark durch die Engels’sche Baumwollspinnerei geprägt wurde, soll vor allem die künstlerische Auseinandersetzung im Vordergrund stehen: Zehn internationale Künstler*innen werden von Dramaturg und Kurator Florian Malzacher eingeladen, von April bis November 2020 konkret mit der Gemeinde, ihrer Geschichte und ihrer Gegenwart im öffentlichen Raum zu arbeiten.


Sie entwickeln,  zum Teil in direkter Auseinandersetzung mit Einwohner*innen und Multiplikator*innen, über ein halbes Jahr hinweg performative und installative Kunstwerke, die abschließend am letzten Septemberwochenende präsentiert werden. Einzelne Arbeiten werden auch über einen längeren Zeitraum zu sehen sein.


In Wuppertal, der Geburtsstadt Friedrich Engels’, findet der diskursive Teil des Projekts statt. Die Residenzen und Aktivitäten in Engelskirchen werden hier mit Blick auf die zentralen Fragen reflektiert und kommentiert durch eine Reihe von Diskursveranstaltungen im NRWKS, die mit dem Engels-Geburtstag am 28.11.2020 endet. Kuratiert wird diese Gesprächsreihe gemeinsam von Florian Malzacher und NRWKS-Direktor Christian Esch.


Über sämtliche Projektaktivitäten informiert eine eigens eingerichtete Webseite unter der Domain engels-maschinen.de


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