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Tanzrecherche NRW: Fünf Stipendien für 2021 vergeben




Das renommierte internationale Stipendienprogramm des NRW KULTURsekretariats  wird 2021 fortgesetzt.


Fünf Stipendiat*innen und Teams in und aus NRW können im kommenden Jahr für mehrere Wochen themenbezogene, nicht produktionsabhängige Recherchen durchführen.


Dabei werden drei Stipendien an Tanz-Künstler*innen aus dem Ausland vergeben. Zwei weitere gehen an Akteur*innen, die ihren Lebens- und Arbeitsschwerpunkt in einer Mitgliedsstadt des NRWKS haben.

Mit der Tanzrecherche #36 untersucht die finnische Choreografin Outi Elena Valanto in NRW den Einfluss von sogenannter Lichtverschmutzung auf den menschlichen Körper. Unter dem Titel »Solar Responsiveness – Movement Research Investigating Sensorial Processes of Light Exposure« forscht sie sowohl im urbanen Raum in Köln, als auch in ländlichen NRW-Regionen wie dem Nationalpark Eifel.


Den politischen und künstlerischen Dimensionen von Identität und Nationalität widmet sich der polnische Choreograf und Performer Dominik Więcek in der Tanzrecherche #37. Unter dem Titel »The Spiral« untersucht er – u.a. in Gesprächen mit polnischen Künstler*innen, die in NRW leben –, inwieweit sich das Spannungsverhältnis von Staatsbürgerschaft und Künstlertum auf den Schaffensprozess auswirkt.


Unter dem Titel »TERRA_MORPHING« suchen die Salzburger Choreografin und Tänzerin Annelie Andre und der Berliner Bildhauer und Performer Jakob Blazejczak in Berg- und Tagebaugebieten nach vorhandenen Klängen und Schwingungen. Dabei spüren sie innerhalb der Tanzrecherche #38 auch Auswirkungen von landschaftlichen Brüchen und Rissen auf die menschliche Identität nach.


Für die Tanzrecherche #39 »In Vogue: a political body« reist die in Köln lebende Choreografin Marje Hirvonen nach New York. Ausgehend vom expressiven und körperbetonten Voguing-Tanzstil der 1970er Jahre untersucht sie dort, auf welche Art Tanz heutzutage gesellschaftlichen Widerstand ausdrückt und politische Bewegungen unterstützt.


Die Tanzrecherche #40 führt nach Kopenhagen. Dort begibt sich die freiberufliche Tänzerin Mirjam Otten aus Essen auf die Spuren der dänischen Bournonville-Tradition aus dem 19. Jahrhundert. Im Spannungsfeld von Tradition und Moderne geht es um Fragen von Bewahrung einerseits und Erneuerung im Sinne aktueller und relevanter Kunstproduktion andererseits.

Darüber hinaus geht das Kooperationsprojekt »Sprungbrett <> Tanzrecherche NRW« von NRWKS und tanz nrw 2021 in die dritte Runde. Ausgewählt für die Tanzrecherchen #34 und #35 wurden bereits im Oktober zwei Kollektive mit überzeugenden und aktuell relevanten Recherchethemen: das Urban Dance Frauenkollektiv, bestehend aus Joana Kern, Sonja Reischl und Wenta Ghebrehiwet, sowie die Folkwang-Absolvent*innen Igor Meneses Sousa und Paula Pau.