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Open Call »Digitale Dramaturgie«


Fünf Förderpreisträger*innen ausgezeichnet


Ende Mai 2020 hat das NRW KULTURsekretariat (NRWKS) Theatermacher*innen und Digitalexpert*innen aus seinen 21 Mitgliedsstädten eingeladen, förderfähige Konzepte für digitale Erzähldramaturgien und Performance-Entwürfe zu entwickeln.
 
Mit einem neuartigen Open Call wurden zusätzliche Anreize für neue Konzepte und Ideen geschaffen, um den virtuellen Raum in den performativen Künsten konsequent einzubeziehen.
 
Dabei galt es, über ein Ende der Corona-Pandemie hinauszudenken und ihre Folgen zu berücksichtigen.
 
Aus rund 60 Einreichungen hat eine Expert*innen-Jury jetzt insgesamt fünf Preisträger*innen mit ihren Konzepten ausgewählt, die jeweils mit einem Förderpreis in Höhe von 8.000 Euro auszeichnet werden.


Mit »Authentic Fake News Automat« entwirft Verena Lercher (Köln) einen KI-basierten Online-Wahrheitsszenografen mit Stimmgenerator, der im Zeitalter von Corona und schier endlosen Datenströmen nach gesellschaftlichen Befindlichkeiten und Gewissheiten fragt.


Hanna Noh (Köln) skizziert mit »An Uncontacted Tribe« eine digitale Performance, die mittels VR-Technologie zu einer Erzählreise ins Vogelreich einlädt. Per Livestreaming kann sich das Publikum aktiv an dieser Cyber-Zeremonie beteiligen.


»Romea und Julio« ist von Andreas Schäfer (Solingen) in Zusammenarbeit mit dem Theater Solingen als interaktive Neuinterpretation des Klassikers angelegt: ein emanzipatorisches Browserspiel, in dem die Handlungen der Spielenden den Verlauf entscheidend beeinflussen.


Mit »UnStumm_Virtual Space Configuring Tubes« starten Claudia Schmitz (Köln) und Nicola L. Hein (Düsseldorf) ein intermediales Research Projekt, um die Potenziale der VR-Technologie für Live-Stream-Performances technisch und künstlerisch zu erweitern.


Und mit »Loulu« konzipiert Caspar Weimann (Düsseldorf) den Prototypen für ein Game, das als kulturelles Bildungsprojekt angelegt ist und sich intensiv mit dem Rechtsradikalismus im Internet befassen wird.


Darüber hinaus erhielten weitere Konzepte, die in die engste Auswahl gekommen waren, eine Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro.


Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Linda Breitlauch (Hochschule Trier), Michael Eickhoff (Akademie für Theater und Digitalität, Dortmund) Dr. Christian Esch (NRWKS), Katja Grawinkel-Claassen (FFT Düsseldorf) und Susanne Schuster (Festival Hauptsache Frei, Hamburg).


Außerdem können die fünf Förderpreisträger*innen jetzt Anträge für eine Realisierung ihrer prämierten Konzepte stellen. Außerdem steht ihnen die Beratung durch das NRWKS und die Jurymitglieder bei der Suche nach Partnern für die Realisierung des ausgewählten Konzepts zur Verfügung.