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Transfer Korea-NRW

In seiner neunten Auflage lässt »Transfer« die Grenzen des europäischen Kontinents erneut hinter sich und verbindet sich 2011–2013 mit Südkorea

Seit 1990 gibt es den »Transfer«, ein renommiertes internationales Künstler- und Kunstaustauschprogramm mit wechselnden Partnerländern und Institutionen. »Transfer« ist auf mehrere Jahre angelegt und zielt neben der Förderung von Künstlern auf die nachhaltige Annäherung unterschiedlicher Kunstszenen. Gemeinsam eröffnen die Akteure jeweils einen intensiven und dauerhaften transkulturellen Dialog, der oft weit über das Projektende hinausweist.

Nach den letzten beiden Ausgaben mit den Gastländern Türkei und Frankreich lässt der »Transfer« nun die Grenzen des europäischen Kontinents erneut hinter sich und verbindet sich 2011–2013 mit Südkorea, insbesondere mit der Metropole Seoul.

Die Kooperationsstruktur wurde bereits 2011 aufgebaut. Beteiligt am aktuellen »Transfer« sind die Kunsthalle Düsseldorf, das Kunstmuseum Bonn und das Osthaus Museum Hagen; in Seoul das Arko Art Center, der Alternative Space Loop und das National Museum of Contemporary Art. Als Partnerinstitutionen für die Residenzen beteiligen sich dort das Changdong Studio, der Seoul Art Space Geumcheon und der Seoul Art Space Mullae. Zu den Kooperationspartnern zählen das Goethe-Institut Korea und das Koreanische Kulturzentrum.

Aus einer Vielzahl von Expertenvorschlägen hat eine binationale Jury im November 2011 insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler aus beiden Ländern ausgewählt. Die Stipendiaten werden in der ersten Jahreshälfte 2012 in allen beteiligten Städten vorgestellt. Dort lernen sie sich untereinander sowie die dortigen Szenen kennen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2012 treten  sie ihre zweimonatigen Gastaufenthalte im jeweils anderen Land an. Während ihrer Residenzen werden sie aktiv in die jeweiligen Kunstszenen der gastgebenden Städte eingebunden. Öffentliche Künstlergespräche und kulturelle Rahmenprogramme dienen der Vermittlung und Intensivierung des Dialogs.

Im Frühjahr/Sommer 2013 reisen die Kuratoren in die Ateliers der beteiligten Künstler, um die abschließenden Ausstellungen in den sechs Partnermuseen vorzubereiten. Ab Herbst 2013 bis Anfang 2014 werden sie unterschiedliche Arbeiten aller »Transfer«-Künstler sowohl in NRW als auch in Korea zeigen. Wieder wird ein mehrsprachiger Katalog in Gestalt eines Journals den kreativen Austausch dokumentieren. Für den »Transfer« wird eine eigene Webseite eingerichtet.

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