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Romengo

(Ungarn)

Romengo aus Budapest steht für einen neuen Klang in der Musik der Sinti  und Roma, der Zeugnis von der großen Vitalität und Dynamik des uralten  Erbes ihrer Kultur gibt. Romengo gehören zu den Oláh. Diese Bezeichnung wurde für Vlach-Roma oder Walachen verwendet, die nach dem Ende der türkischen Besetzung im 18. Jahrhundert aus den  Fürstentümern Moldau  und Walachei (heutiges Rumänien) nach Ungarn einwanderten, wo sie Jahrhunderte unter Leibeigenschaft und Versklavung gelitten hatten. Oláh ist der ungarische Ausdruck des Vlach. So wurden im Ungarischen bis in jüngster Vergangenheit die Rumänen als »olah« und die Italiener als »olasz« bezeichnet.

Roma haben über alle Zeiten immer Elemente aus ihrer jeweiligen Umgebungskultur in ihre Musik einfließen lassen, die dann selbstverständlich zu »ihrer« Musik wurde, als ob diese schon von ihren Vorfahren aus Indien mitgebracht worden  wäre. So stellt der kroatische Musikologe Svanibor Pettan fest: »In dem Moment, wo ein Rom ein nicht-Roma Lied  spielt, wird dieses  Lied ...  zum  Roma-Lied.«  Oláh-Gypsies benutzten ursprünglich nur  ihre Stimme und Haushaltsgegenstände wie Wasserkannen und Holzlöffel als Instrumente, die von ihrer nomadische Tradition zeugen.

Zum traditionellen Repertoire gehören Tanzlieder, die neben dem langsamen lyrischen Lied die wichtigste musikalische Form sind. In dieser Tradition steht Romengo: die experimentierfreudigen Musiker um die charismatische Sängerin Monika Lakatos schaffen eigene Kompositionen im Oláh-Stil sowie innovative Interpretationen von Liedern, die von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben wurden. Zum typischen Rhythmus der Milchkannen und zu Monika Lakatos’ anerkannt gefühls- und kraftvollen Stimme fügen sich virtuos Streichinstrumente und Gitarre und bilden so den Klang der jungen, weltoffenen Generation von Roma-Musikern des 21. Jahrhunderts!

Monika Lakatos: Gesang, Tanz | Mihaly »Maszi« Rostas: Gesang, Gitarre, »Bass-Scat-Gesang« | Misi Kovacs: Geige | Csaba Novak: Kontrabass | Tibor Balog: Cajon

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