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Wuppertaler Bühnen

Opernhaus
Kurt-Drees-Str. 4
42283 Wuppertal
Kleines Schauspielhaus
Bundesallee 260
42103 Wuppertal
0202 / 563 76 00
www.wuppertaler-buehnen.de

Opernhaus
1907 wurde der ursprüngliche Bau nach Entwürfen des Kölner Architekten Moritz fertiggestellt. Dieser Bau, eine der Entstehungszeit entsprechende Mischung aus Neobarock und Jugendstil, wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Nach langen Diskussionen, ob man die Ruinen abreißen und einen völlig neuen Bau errichten solle, oder ob man unter Verwendung der verbliebenen Bausubstanz planen solle, fiel die Entscheidung, nicht zuletzt aus Kostengründen, für eine Wiederverwendung der Ruine. Am Sonntag, 14. Oktober 1956, wurde das Haus mit einem Festakt und einer Festaufführung von Paul Hindemiths Oper »Mathis der Maler« eröffnet. Damit hatte das Theater in Wuppertal als eines der ersten in Westdeutschland nach den Provisorien »Theater in der Bergstraße« und der Stadthalle wieder eine eigene Spielstätte für Oper und Schauspiel. Aus einem Theater mit vier Rängen im Zuschauerraum war ein Haus mit zwei Rängen geworden. Bewusst hatte man auf die Wiederherstellung der »schwerverdaulichen Formensprache des Jugendstils« (!), so der Baumeister und Wuppertaler Baudezernent Prof. Hetzelt, verzichtet. Es war, trotz alter Hülle, ein Bauwerk aus dem ästhetischen Empfinden der 50er Jahre entstanden. Als signifikantes Beispiel dieser (innen-)architektonischen Richtung steht es mittlerweile unter Denkmalschutz.
Mit dem Neubau des Schauspielhauses in Elberfeld (1966) wurde das Drei-Sparten-Theater zum Opernhaus, zur Spielstätte für Musik- und Tanztheater.
Durch ein Brandschutzgutachten wurde die Schließung zwecks Renovierung des Opernhauses zum Dezember 2003 unvermeidbar. Im Januar 2009 wurde das Opernhaus neu renoviert in einem Festakt den Bühnen und dem Publikum übergeben. 768 Bürger der Stadt engagierten sich als Kulturträger und halfen so, die neue Bestuhlung des Opernhauses zu finanzieren. Ein großer Publikums-Andrang herrscht seitdem wieder bei Führungen und Vorstellungen. Im Opernhaus werden derzeit Oper und große Schauspielproduktionen der Wuppertaler Bühnen und Stücke vom Tanztheater Wuppertal Pina Bausch aufgeführt.

Schauspielhaus
Das Wuppertaler Schauspielhaus wurde von Gerhard Graubner entworfen und in den Jahren 1964 bis 1966 erbaut. Eröffnet wurde es am 24. und 25. September 1966 mit Gotthold Ephraim Lessings »Nathan der Weise« und Else Lasker-Schülers »Die Wupper«.
Das Gebäude, dessen horizontalen Gestaltungselemente im Außenbild betont werden, besteht aus drei Baukörpern, die symmetrisch zueinander geordnet und in der Höhe gestaffelt sind:
Eine weit ausladende Eingangshalle mit Atrium bildet das Erdgeschoss des Theaters. Der große Saal liegt zurückgesetzt über dem Erdgeschoss frei schwebend und zeigt durch die leicht gebogene Außenwand die innere Nutzung an. Den Abschluss bildet im hinteren Bereich an der Wupper das Bühnenhaus, das als reiner Kubus gestaltet wurde. Saal und Kubus zeichnen sich durch ein schmales Fensterband unterhalb des Daches aus, das die ansonsten schmucklosen weißen Fassaden in der Horizontale gliedert.
Nach den Bauarbeiten im Opernhaus, bei denen das Schauspielhaus alle drei Sparten Oper, Schauspiel und das Tanztheater Pina Bausch beherbergte, ist es nun selbst überholungsbedürftig und die große Bühne nicht in Benutzung.
Im Foyer wurde in dieser Spielzeit eine neue kleine Spielstätte mit 126 Sitzen eingeweiht. Premiere war am 25. September 2009 mit »Eine Billion Dollar«.
Die Sanierung des Schauspielhauses steht derzeit auf dem Spiel, da die Stadt sich laut eines zur Diskussion stehenden Haushaltssicherungsvorschlags genötigt sieht, die Mittel für die Sanierung des Hauses zu streichen und den Zuschuss für die Wuppertaler Bühnen zu kürzen.
(Quelle: Wuppertaler Bühnen)

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