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Musiktheater im Revier

Kennedyplatz
45881 Gelsenkirchen
0209 / 40 97-0
musiktheater-im-revier.de

1959 wurde in Gelsenkirchen ein Theater eröffnet, das mit seiner lichtdurchfluteten Optik aus Glas seiner Zeit weit voraus war. Was das avantgardistische Gebäude des MiR so einzigartig macht, ist die Symbiose zwischen richtungsweisender Architektur und anspruchsvoller Kunst am Bau. Der berühmte Architekt Werner Ruhnau hat gemeinsam mit einem Kollektiv bildender Künstler das Erscheinungsbild unverwechselbar geprägt. Jean Tinguely und Robert Adams waren dabei, Norbert Kricke mit seiner Röhrenplastik an der Außenwand des Kleinen Hauses und Yves Klein. Der Franzose hat mit den monumentalen blauen Reliefs im Foyer das größte Monochrome seines Œuvres geschaffen, das zum weltweit bekannten Wahrzeichen des MiR geworden ist.

Und nicht nur als eine der architektonisch spektakulärsten Spielstätte der Nachkriegszeit übernimmt das Musiktheater im Revier, kurz MiR, eine führende Rolle in der Kulturlandschaft des Ruhrgebiets. Mehr als 120.000 Besucher konnten im vergangenen Jahr begrüßt werden. Damit gewinnt das Theater mit seinen 250 Beschäftigten für den Standort Gelsenkirchen zunehmend an Bedeutung.

Mit der Spielzeit 10/11 befinden wir uns mitten im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010, in der sich der europäische Fokus dieser Werkschau der Ruhrmetropole mit der fortlaufenden Leitlinie des MiR trefflich verbindet: denn »Europa schafft Legenden« lautet das Motto dieser Saison. Geschichten, Sagen, Fabeln, Märchen und Mythen werden mit den vielfältigen Mitteln des Musiktheaters und gemeinsam mit dem künstlerischen Partner, der Neuen Philharmonie Westfalens, aus der Sichtweise der heutigen Gesellschaft erzählt. Das alte Europa bietet genug Stoff für neue Erzählweisen, ungewohnte Perspektiven, überraschende Einblicke. Tief im Westen, hier, wo die engste Theaterdichte Europas verortet ist, wird das MiR zu einem Dreh- und Angelpunkt der Legenden, die wir vom Hörensagen kennen, in der Medienflut manchmal gar nicht mehr wahrnehmen, die das Musiktheater in sinnlichen Stunden darbieten wird.
Namhafte Regisseure und das Ensemble des MiR berichten davon, wie Geschichte Legenden schafft und dann zum Mythos wird. Der Spielplan bietet Wunschklassiker des Repertoires (Arrigo Boito, Sergej Prokofjew, Albert Lortzing, Richard Wagner, Benjamin Britten), aber auch Begegnungen mit Werken und Uraufführungen, die es lohnt kennen zu lernen (Johannes Kreidler, Sidney Corbett, Michael Schulz). Damit hat sich das MiR mit einem individuellen Spielplan gegen die enorm große Kulturkonkurrenz in NRW durchgesetzt. (Quelle: Stadt Gelsenkirchen)

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