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Lufffftpumpe

Ist mein Fahrradreifen platt,
und ich hab das Schieben satt,
hol ich meine Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe,

Lufffftpumpe

Ist mein Fahrradreifen platt,
und ich hab das Schieben satt,
hol ich meine Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe,
hol ich meine Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe.
Und bevor ich lieber lauf,
pump ich meinen Reifen auf
stets mit meiner Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe,
stets mit meiner Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe.
Ist mein Fahrrad wieder fit,
und die Reifen rollen mit,
dank ich meiner Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe,
dank ich meiner Luf-f-f-ftpumpe,
Luf-f-f-ftpumpe, Luf-f-f-ftpumpe.
Hör hin, mach mit!

Die Lufffftpumpe darf heute mal mit vier »f« geschrieben werden,
damit man schon beim Sprechen hört, wieviel Lufffft da
rauskommt. Du kannst das Wort natürlich auch so sprechen,
als würde es mit zwölf »f« geschrieben. Wie klingt das dann?

Aus: Erwin Grosche, E-le-fa, E-le-fee! Was macht der Elefant am See, Lautgedichte und Sprachspiele, Arena Verlag GmbH, Würzburg,

 

Anne, Bankräuberkurt und der Plastiktütenschatz“(Textauszug)

Um die Mittagszeit standen zwei Gauner mit ihrem Auto vor der Kreissparkasse Atteln. Sie warteten auf eine günstige Gelegenheit, die Bank zu überfallen. Sie hatten die Bank seit Wochen überwacht und wussten, dass sie kurz nach der Mittagszeit am wenigsten besucht wurde. Die beiden schauten wie nebenbei auf die Uhr und wischten sich den Schweiß von der Stirn. Als nur noch drei Kunden, ein Kind, zwei Mitarbeiter und der Kassierer in dem Gebäude waren, machten sie sich bereit. Auto-Meier schaute in den Rückspiegel und setzte seine Sonnenbrille auf. Brat-Kurt zog sich eine Hasenmaske über und entsicherte seine Pistole, die er schnell wieder in das Halfter unter seiner schwarzen Windjacke schob.
Auto-Meier knackte seine Finger aus, atmete tief durch und schaute erneut in den Rückspiegel. Die Luft war rein. Brat-Kurt schob ein wenig seine Hasenmaske hoch und stotterte: »Auf … auf … auf geht´ s.« Brat-Kurt stotterte ein wenig, wenn er aufgeregt war, und er war immer aufgeregt. Gauner wie Brat-Kurt und Co. saßen nicht ruhig in einer Ecke und drehten Däumchen. Sie liefen durch das Leben und zogen Ärger an, wie Frikadellen den Senf.
Auto-Meier nickte. Er ließ den Schlüssel stecken und öffnete die Fahrertür des geklauten Volvos. Brat-Kurt schob seine Hasenmaske wieder zurecht und stieg auf der Beifahrerseite aus. Sie betraten den Schalterraum.
Auto-Meier mischte sich unter die Kunden und sicherte den Rückweg. Er drehte der Überwachungskamera den Rücken zu und tat so, als füllte er eine Spendenüberweisung für UNICEF aus. Brat-Kurt ging sofort zur Geldausgabe und streckte dem Kassierer sein selbst gemaltes Schild entgegen. Obwohl die Bank Aircondition hatte, schwitzte er unter seiner Hasenmaske. Der Kassierer, Herr Brönner, trug einen Tigeranzug und hielt an diesem Tag alles für einen Scherz.
»Was meinen Sie denn mit >Überschall<?«, fragte er lachend. Brat-Kurt stutzte. Er schaute auf das Schild. Er hatte tatsächlich »Überschall« statt »Überfall« daraufgeschrieben.
»Ich mei… mei… meine natürlich Ü… Ü… Überfall«, stammelte Brat-Kurt und ärgerte sich, dass er stottern musste. Er wollte der Polizei nicht gleich auf die Nase binden, dass er Brat-Kurt war und in den Polizeiakten stehen hatte, dass er stottern konnte wie ein Biber.
»Ü… Ü… Überfall«, plapperte der Bankbeamte, ihm nach. »O, o, o, oh.«
Brat-Kurt riss seine Pistole heraus und schoss die Überwachungskamera aus. Man sollte Brat-Kurt nie unterschätzen. Er hasste es, wenn man sein Stottern nachmachte. Der Kassierer begriff jetzt den Ernst der Lage.
Im Schalterraum entstand Unruhe. Ein Bankkunde schrie auf. Ein Mann warf sich auf den Boden, ein Kind weinte. Auto-Meier schlich sich aus der Bank. Er wollte schon mal das Fluchtauto starten. Der Banküberfall schien zu klappen. Sie würden bald reich sein.
»Ich habe verstanden«, sagte der Schalterbeamte, Herr Brönner. »Ich war nur ein wenig überrascht.«
Brat-Kurt steckte seine Pistole weg und schob zwei gefaltete Markt- kauftüten durch den Glasschlitz. Er hatte extra im Marktkauf diese Tüten besorgt, um mit dem Geld unauffällig verschwinden zu können.
Herr Brönner faltete eine der Tüten auseinander und schaute sich Hilfe suchend um. Erst jetzt fielen Brat-Kurt die Girlanden und die Lampions im Schalterraum auf.
»Wa… wa… was ist denn hier los?«, fragte er.
»Wir haben eine Kostümfeier und wollten gleich die Filiale schließen«, sprach der Bankbeamte. »Wir feiern heute 30-jähriges Bestehen.«
»Gra… gra… gratuliere«, flüsterte Brat-Kurt.
»Danke«, sagte der Bankbeamte. »Kann aber sein, dass wir heute Abend unser Feuerwerk wegen dieses Überfalls verschieben müssen.«
»Tut… tut mir leid«, seufzte Brat-Kurt. Er schaute sich um. Erst jetzt fiel ihm auf, dass der Bankbeamte, Herr Brönner, einen Tigeranzug trug. Der Beamte setzte einen Tigerkopf auf, um seine Verkleidung komplett zu zeigen. Brat-Kurt schaute auf den Tiger und kam sich unter seiner Hasenmaske wie das Opfer vor. Ein Hase hat doch keine Angst vor einem Tiger, oder? Verärgert hielt er seine Pistole hoch. Sofort nahm der Tiger seinen Kopf wieder ab.
»Wenn Sie morgen kommen würden«, sagte Herr Brönner, »ginge alles viel reibungsloser.«

Aus: Erwin Grosche, Anne, Bankräuberkurt und der Plastiktütenschatz, Omnibus-Verlag, cbj, München 2007.

Foto links: © NRW KS / Grosche
Foto rechts: © birgith / pixelio.de
Foto Hintergrund: © birgith / pixelio.de
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