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Ursula Krechel

Lesung aus
»Shanghai fern von wo«

Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Köln. Nach der Promotion arbeitete sie als Publizistin und Dramaturgin in Dortmund und leitete Theaterprojekte mit jugendlichen  Strafgefangenen. Seit 1972 ist sie freie Schriftstellerin und lebt heute in Berlin.

Ihr beeindruckender Roman »Shanghai fern von wo«, dem dreißig Jahre akribischer Recherche vorangingen, porträtiert das berührende Schicksal einzelner jüdischer und kommunistischer Exilanten, die in den 30er Jahren nach Shanghai flohen.

Mehr als achtzehntausend Juden konnten 1938 eines der letzten Schlupflöcher nutzen und im fernen Shanghai in einer Art Enklave unter großen Schwierigkeiten überleben. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche und mussten sich mit Mut und großer Erfindungsgabe eine neue Existenz aufbauen, wie etwa Franziska Tausig, die in einer Restaurantküche in Shanghai die Frühlingsrolle erfindet.

links: © Alexander Paul Englert
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