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Rudolf Kowalski & Eva Scheurer

Lesungen nach den Romanen »Gebranntes Kind sucht das Feuer« von Cordelia Edvardson und »Welche Sprache sprichst du?« von Emil Habibi und Yoram Kaniuk

Der Schauspieler Rudolf Kowalski (bekannt u.a. aus »Bella Block« und »Stolberg«) und seine ebenfalls schauspielernde Frau Eva Scheurer (u.a. »Parkhotel Stern«, »Die Strandclique«) präsentieren als »Triangeltheater« verschiedene Bühnen- und Lesungsprogramme.

1. Lesung nach dem Buch »Gebranntes Kind sucht das Feuer«

In »Gebranntes Kind sucht das Feuer« erhält eine Mutter eines Tages ein Schreiben, sie solle sich auf einer Behörde einfinden, wo man ihrer 14jährigen Tochter eröffnet, die Mutter hätte eine fingierte Adoption arrangiert, um die Gesetze zu umgehen und somit Hochverrat begangen. Falls das Mädchen bereit sei, sich den geltenden Bestimmungen zu unterwerfen und die Dokumente zu unterschreiben, werde man der Mutter nichts tun.

Das Mädchen schaut der Mutter in die Augen – und unterschreibt, was zur direkten Folge hat, dass ihre Mutter eine schreckliche Reise antreten muss, die bis nach Auschwitz und vor die Augen von Dr. Mengele führen wird.
Kowalski & Scheurer nähern sich in ihrer »Lesung für zwei Stimmen« eindrucksvoll und anrührend der wahren Geschichte der Schriftstellerin Elisabeth Langgässer und ihrer Tochter Cordelia Edvardson und dem schlicht Unfassbaren an.

2. Lesung nach dem Buch »Welche Sprache sprichst du?«
    
Die szenische Lesung basiert auf dem gemeinsam veröffentlichten Buch »Das zweifach verheißene Land« von Emil Habibi und Yoram Kaniuk, zwei der bekanntesten Schriftsteller Palästinas und Israels. Sie gehören zu den wenigen, die vehement für eine Verständigung zwischen den Völkern eingetreten sind. Im Laufe der Jahre wurden sie füreinander zu einer Art Spiegel. Dieses Werk ist ein Vermächtnis Emil Habibis, der im Frühjahr 1996 starb.

Der israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk begräbt seinen kritischen Freund und arabischen Schriftstellerkollegen Habibi. Während der Sarg herabgesenkt wird, tauchen gemeinsame Erinnerungen auf, Bilder von Ereignissen, die ihnen beiden eingebrannt sind und die sie zum Handeln gezwungen haben. In Rückblenden gehen sie ihren Lebensweg noch einmal, gleiten die Stationen ihres gemeinsamen Kampfes vorbei, ihr Bestreben um ein friedliches Zusammenleben ihrer Völker.



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