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Von Mücken, Elefanten und der Macht in den Händen (2008)


Theater Bonn (Forum der Kunst- und Ausstellungshalle)
q   Fonds Experimentelles Musiktheater

feXm-Team:


Bernhard Herbordt – Text, Regie

 
Melanie Mohren – Text, Regie


Hannes Seidl – Komposition

 
Anike Sedello – Ausstattung



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Das kaleidoskopartige Vexierspiel aus fragilen Klanglandschaften, unterschiedlichen Textbaustellen und quasi dramatischen Bühnenzeichen setzt auf die Macht der Einbildungskraft. Im Kopf des Zuschauers wird aus der Mücke ein Elefant und umgekehrt. In permanenten Perspektivwechseln erhält er Eindrücke von politischen Dauerreden, Einblicke in die »Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken« (Daniel Paul Schreber) sowie in Heisenbergs Unschärfetheorie und befindet sich im nächsten Moment auf Prosperos Zauberinsel. Die Grenzen zwischen Vorstellung und Wahrnehmung werden, auf mehreren Bedeutungsebenen geschärft, ins Bewusstsein gebracht und gleichzeitig vernebelt. 


Durch ein fein und hintersinnig gewobenes Netz mit Ereignissen, die sich vordergründig nicht unbedingt verknüpfen lassen, werden Assoziationsketten unwillkürlich gebildet. Kontrolle wird fingiert und Kontrollverlust in Szene gesetzt.


Zum Schluss taucht eine Sopranistin aus der fernen Welt der Oper auf, bevor ein Schlauchboot aus dem Bühnenhimmel auf den Boden kracht und damit die Vorstellung beendet.


Mit: Andreas Hilscher, Theo Nabicht, Michael Pattmann, Andreas Roth, Sébastien Roux, Katharina Zoffmann

 
Eine Kooperation von Theater Bonn und Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland / Mit freundlicher Unterstützung: Kampnagel Hamburg und ZKM Karlsruhe / Gefördert durch die Beethovenstiftung Bonn
 
Aufführungen
23./25./26./27./29.01.2008 Theater Bonn

21./23./24.02.2008 Kampnagel, Hamburg


»Eine Vorstellung über Vorstellungen – ist das vorstellbar? Mit ihrem Musiktheater ›Von Mücken, Elefanten und der Macht in den Händen‹ haben Bernhardt Herborth, Melanie Mohren und Hannes Galette Seidl den Beweis dafür angetreten, dass das keine haarspalterische und staubtrockene Theorie sein muss, sondern dass auch völlig abstraktes Theater eine erstaunliche Frische und Lebendigkeit ausstrahlen und bestens unterhalten kann.


Die Erschaffung und die Dekonstruktionen von Wirklichkeiten bestimmt das Spiel, das nach dem Prinzip der ›Schachtel in der Schachtel‹ immer neue Bezugs- und Bedeutungsebenen aufmacht, sophisticated, mit intellektuellem Anspruch, aber auch mit Beweglichkeit und Witz. Eine lange Sequenz gehört einem Kammerensemble des Beethovenorchesters, und am Schluss tritt eine echte Opernsängerin im Abendkleid auf. Die Komposition des Abends erstreckt sich aber nicht auf die musikalischen Teile allein, der ganze Ablauf aus choreografierter Bewegung, Spiel und Sprache mit ihren Wiederholungen, Variationen und dynamischen Strukturen erscheint musikalisiert.«
Deutschlandradio Kultur


feXm-Team:


Bernhard Herbordt – Text, Regie

 
Melanie Mohren – Text, Regie


Hannes Seidl – Komposition

 
Anike Sedello – Ausstattung



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