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monsieur arrière’s makro scrabble (2006)


Theater Hagen
q   Fonds Experimentelles Musiktheater

feXm-Team:


Rochus Aust – Musik, Klangregie

 
Arna Aley – Text


Heinz Friedl – Regie



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Diese installative Theateroper führt die Zuschauer in eine eigens aus Holz gebaute Arena, wo sie ein diabolischer Moderator/Animateur (Monsieur Arrière) zu einer skurrilen TV-Gameshow zum Thema »Hans im Glück« empfängt. Glücklicherweise hat sich unter das Publikum auch ein gemischter Chor – zunächst unerkannt – gemischt. Einige seiner Mitglieder werden im Verlauf als Spiel-Kandidaten mit absurden Fragen zu Pferd, Kuh, Schwein, Gans und Mühlstein traktiert und aufgrund von »falschen« Antworten von den eilig herbei zitierten, wütend trompetenden »Sicherheitskräften« unsanft aus den Rängen befördert.
 
Von Werbepausen unterbrochen, behandelt der Chor im rhythmischem Sprechgesang die Unterschiede zwischen Amusie und Aphasie, bevor alle zur Pause in die Flughafenlounge gebeten werden, um danach – mit grünen Strandtüchern versorgt – auf den Malediven dem Genuss in Form von entspannten Klängen zu frönen; und anschließend werden die glücklichen Gewinner an die Schweine verfüttert.


Ein grotesk humorvolles Spiel mit den Erwartungshaltungen des Zeitgeistes.
 
Mit: Rochus Aust, Heinz Friedl, Edeltraud Kwiatkowski, Fosco Perinti, Peter Schöne, Susanne Starzak, Sabin Tambrea, ensemble re-load futura, Kettwiger Bachensemble (Einstudierung: Wolfgang Kläsener)
 
Aufführungen:
28.04., 06./13.05.2006


»Die etwa einstündige ›Installative Theateroper‹ hat keine stringente Handlung im eigentlichen Sinn. Im Mittelpunkt steht der skurrile Monsieur Arrière. Seine Opfer sind die Zuschauer, die der diktatorischen Willkür des Showmasters hilflos ausgeliefert sind. Die gescheiterten Kandidaten werden abgeführt wie Josef K. in Kafkas ›Prozess‹. Der Versuch, die Haltung als souveräner, außenstehender Rezipient möglichst lange beizubehalten, endet spätestens zu dem Zeitpunkt, als das gesamte Publikum den Raum verlassen muss und sich unversehens in einer Abflughalle wieder findet. Natürlich bei Monsieur Arrières eigener Fluglinie ›Air Arrière‹. Von dort geht es auf die Malediven, einen vermeindlichen Ort der Glückseligkeit. Das Werk ist mehr Theater als Musiktheater.«
Opernnetz


feXm-Team:


Rochus Aust – Musik, Klangregie

 
Arna Aley – Text


Heinz Friedl – Regie



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